In diesem Artikel möchte ich mich zum einen dem Film für das Mittelformat zuwenden – dem 120er Rollfilm. Zum anderen habe ich an dieser Stelle auch eine kurze Anleitung über das Einlegen des Films geschrieben.
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Ein aufgerollter Mittelformat Rollfilm. Er besteht aus dem Film selbst, welcher von einem langen Streifen schwarzem Schutzpapier umgeben ist und an einem Ende mit diesem verklebt ist.Der Rollfilm bzw. dieses Format existiert bereits wesentlich länger als der Kleinbildfilm (zumindest als Film für den Fotoapparat) – und wird freilich immer noch produziert. Bietet dieses Format zwar nicht die Flexibilität und Schnelligkeit des Kleinbildes, so lassen sich, ob der größeren Negativfläche, Bilder mit einer Qualität aufnehmen, die mittels Kleinbild schwierig bis gar nicht zu erreichen ist, von handelsüblichen Digitalkameras ganz zu schweigen.
Da man allerdings seine Bilder in der Regel wohl nicht immer als “Plakat” betrachten muss, kann man bei den heute sehr feinkörnigen Kleinbildfilmen durchaus auf das Mittelformat verzichten, wenn da nicht noch andere Vorteile wären:
Zusätzlich zu der enorm hohen “Auflösung” bietet das größere Format weitere Vorteile:
Die meisten Mittelformatkameras belichten den 120er Rollfilm im quadratischen 6×6-Format, was eben Bilder mit (nicht ganz) 6x6cm liefert. So passen auf einen Film 12 Bilder. Eine Perforation (Löcher an den Seiten) besitzen Rollfilme nicht. Sie werden in der Kamera (bzw. im Magazin) “gezogen”, nicht aber durch eingreifende Zahnräder transportiert, was Einbußen in der Transportgeschwindigkeit mit sich führt und einen weniger exakten Filmschnitt bedeutet , aber eben den Vorteil bietet, das gesamte Negativ bis kurz zum Rand für das eigentliche Foto ausnützen zu können. Gebräuchlich ist auch das 6×7 Format und (seltener) das 6×9 Format.
Es gibt aber auch eine Menge an Situationen, bei denen es wesentlich sinnvoller ist, die Kleinbildkamera zu benutzen und den Rollfilm zu hause zu lassen.
Vermeintlich erstaunlich ist, dass heute die beliebten Lomo-Spielzeug-Kameras wie die Diana oder Holga ebenfalls Rollfilm benutzen (und dabei zu den ganz wenigen Mittelformatkameras zählen, welche heute noch hergestellt werden). Dies hat aber zwei Gründe:
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Ein lichtstarker, klassischer “Universalfilm” wie der Ilford HP5 – bei Amazon ab ca. 3,90 € (nicht den hohen Amazonpreis beachten) – gehört sicherlich zum Standardrepertoire eines jeden Fotografen, der mit Film arbeitet. Er verzeiht mehrere Stufen Überbelichtung bzw. hat einen sehr hoen Kontrastumfang.
Im Gegensatz zum Kleinbildfilm befindet sich der Mittelformat-Film nicht in einer Patrone. Er ist auf einen Kern (Spule) aufgewickelt, bzw. -gerollt und der Länge nach von lichtdichtem Schutzpapier umgeben. Das Prinzip ist: Der Film wird von Aufnahme zu Aufnahme in der Kamera immer weiter von einem Kern auf einen anderen umgespult. Das Prinzip des Einlegens eines Mittelformat-Filmes ist eigentlich immer das Selbe: Ein leere Spule ist zusätzlich zum eigentlichen Film erforderlich. Diese setzt man nun dort ein, wo sich der Drehknopf, die Kurbel oder der Spannhebel der Kamera befindet. Es ist darauf zu achten, dass die nun folgenden Schritte nur im Schatten durchgeführt werden:
Man löst vorsichtig das Klebeband des Filmes und rollt ihn (bzw. das Schutzpapier) ca. 15cm ab. Dieses Ende friemelt man nun in die bereits eingesetze Spule, setzt den Film am anderen Ende ein, hält ihn mit dem Daumen unten und dreht etwas am Knopf, so dass sich der Film strafft. Das war’s eigentlich schon.
Deckel rauf und durch das rote Sichtfenster schauen, indem man den Knopf weiter dreht, bis im Sichtfenster die 1 auftaucht. Bei Kameras mit Zählwerk beachtet man adäquat dazu dieses. Die Kamera ist schussbereit. Nach jedem Auslösen nicht vergessen, zur nächsten Ziffer weiter zu drehen, sonst kommt es zur Doppelbelichtung- sofern die Kamera hierfür keine Sperre besitzt. Nachdem man das 12. Bild gemacht hat, dreht man so lange weiter, bis kein Widerstand mehr zu spüren ist. Dann ist der Film komplett auf der anderen Spule und man kann ihn entnehmen. Die nun leere Spule benutzt man als gegenüberliegende für den nächsten Film. Zu beachten ist, dass jener stets stramm aufgewickelt sein sollte, damit zum einen kein Licht auf die Fläche gelangen kann, zum anderen aber auch damit der Film plan liegt und um bei Kameras mit Zählwerk Bildüberlappungen zu vermeiden. Am Ende befindet sich ein Papierstreifen, den es wie einen Briefumschlag zu befeuchten gilt um den Film abrollsicher zu verkleben, um diesen dann an einem schattigen Ort aufzubewahren. Diese kleine Anleitung noch einmal in Bildern:

An der Seite mit dem Drehknopf wird eine leere Spule eingesetzt. Hat man keine dieser Spulen, muss man leider einen Film opfern, welcher auf einer solchen aufgewickelt ist.

Das Ende des Filmes (bzw. dessen Schutzpapier) wird nun ein kurzes Stückchen abgerollt und durch die Spule gesteckt und auf der anderen Seite der Kamera eingesetzt. Nun wird der Rollfilm ein Stückchen auf die Spule gedreht. Es ist darauf zu achten, den Film mit den Daumen etwas abzubremsen, damit dieser straff aufgewickelt wird und somit plan liegt und kein Licht während des Ladens einfällt.
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... Tom über alles, was ihn fotografisch interessiert und mehr als drei Sätze ausmacht. Besonders interessiert ihn das Basteln, selber bauen und modifizieren von alten Kameras. Für ein tägliches Blog fehlt ihm die Zeit - und (zugegeben) auch die Geduld. Diese Seiten werden also nicht jeden Tag aktualisiert.
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