Konventionelles, Unkonventionelles, Tipps und Tricks zur Fotografie

Die Laser-Wasserwaage: Bilder aufhängen mit Bosch Quigo

Jüngst hatte ich eine kleine Foto-Ausstellung. Die Fotos hatte ich in Passepartouts und Bilderrahmen präsentiert. Wer einmal viele Bilder an Wände gehangen hat, kennt das Problem: Alle Bilderrahmen sollen in der exakt gleichen Höhe hängen – auch in schiefen Räumen. So eine moderne Laser-Wasserwaage ist hier eine sehr große Hilfe.

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Was habe ich mich schon geplagt mit langen Bleistiftstrichen, krummen Zollstöcken und schiefen Räumen: Wer viele Bilderrahmen aufhängen möchte, muss viel messen und viele Punkte an Wände zeichnen. Eine sehr schöne Hilfe ist die gute alte Maurerschnur: Man bringt deren Anfang und Ende auf exakt gleiche Höhe an und spannt sie. Nun kann man entlang der Schnur die jeweils gewünschten Abstände einzeichnen, wo die Nägel oder Schrauben für die Bilderrahmen gesetzt werden sollen. Viel einfacher geht dies jedoch mit einer solchen Laser-Wasserwaage, mit der ich sehr gute Erfahrungen sammeln konnte:

eine Wasserwaage mit integriertem Laser

Denn insbesondere Räume in älteren Häusern bergen oft eine Falle: Der Boden ist manchmal nicht eben oder aber die Decke senkt sich an einem Ende des Raumes leicht ab. So etwas sieht man kaum aber ein „schräger“ Boden bewirkt, dass man nicht einfach die Höhe von unten mit einem Gliedermaßstab messen kann: Über die Länge des Raumes werden die Punkte an der Wand stets in einer etwas anderen Höhe eingezeichnet. Das selbe gilt dann auch, wenn man von oben Maß nimmt und die Decke nicht parallel zum Fußboden ist. Auf dem Foto sehen Sie es bereits: Der Raum ist nicht ganz perfekt.

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Mit einer Laserwasserwaage jedoch ist man spielend leicht in der Lage, ein exakt waagerechtes und senkrechtes Muster an die Wand projizieren zu können! Das Bilderrahmen Aufhängen gestaltet sich durch diese Technik zum Kinderspiel.

einige Tipps zum Aufhängen von Bildern

Für die, die öfter Bilder aufhängen sei als Tipp ein solcher kleiner Laser durchaus empfohlen. Ich nutze ein recht günstiges Gerät – den Bosch „Quigo“. Es gibt aber auch teurere Geräte, womöglich vielleicht mit mehrteiligem Raster. Aber das projizierte Kreuz reicht mir aus. Im Hintergrund hängen meine Fotos. Ich fertige auch meine Passepartouts selbst an.
Wie man auf dem Foto erkennen kann, nutze ich zur Ausrichtung der Laser-Wasserwaage ein gewöhnliches Kamerastativ. Der Bosch Quigo hat hierzu unten das richtige Gewinde:

Gewinde der Wasserwaage

*Das Logan Team System ist ein sehr robuster Passepartout-Schneider für den kleinen Geldbeutel und für alle, die bereits mit wenigen Passepartouts den Anschaffungspreis externer Passepartouts amortisiert wissen wollen. Gesehen bei Amazon.

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Diese elektronische Wasserwaage sieht freilich ganz anders aus als eine herkömmliche: Dieser Projektor ist ein simples Kästchen mit Stativanschluss. Ganz wichtig: Das Licht-Element ist schwebend gelagert (man sagt: „selbstnivellierend“). Das bedeutet, dass sich die Laserstrahlen stets selbstständig absolut lotrecht bzw. waagerecht und senkrecht im 90° Winkel ausrichten! Man muss das Gerät also nicht exakt auf dem Stativ positionieren. Diese Funktion kann man aber auch umgehen (um bewusst Schrägen zu projizieren). Es ist zum Betrieb auch nicht zwingend ein Stativ notwendig: Zum Lieferumfang meines Bosch Quigo gehört auch eine Befestigungsklemme, damit man die Kreuzlinien-Wasserwaage an z. B. einer Malerleiter, einem Heizungsrohr, einem Fenster usw. befestigen kann. Die elektronische Wasserwaage muss aber stets in genau der selben Höhe positioniert werden können, wo man auch die Markierung an der Wand einzeichnen- bzw. bohren- oder hämmern möchte.
Für Bilderrahmen, deren Nägel also auf z. B. 1,8 Meter angebracht werden sollen, muss der Laser auch auf exakt 1,8 Meter positioniert werden können (Tipp: Meiner Erfahrung nach sollte die Mitte der Rahmen bei ca. 1,5 Meter hängen). Ob die Laser-Wasserwaage dabei etwas schief positioniert ist, ist egal: Die frei gelagerte Linse gleicht sich – selbst nivellierend – von alleine aus. Ich nutze zur Ausrichtung der (doch recht hohen) Höhe mein großes Triopo-Stativ. Dieses kann man bis ca. 180 cm ausfahren, was auch für das Aufhängen größerer Bilderrahmen ausreichend ist und sich bei meinem Modell auch leider nicht durch einen Schalter arretieren bzw. blockieren lässt.

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Laser von Bosch

Hier sieht man die Bosch Laser-Wasserwaage im Detail. Mit der Schutzkappe, die man nach oben schieben kann, schaltet man das Gerät zum einen ein. Zum anderen wird die Laagesperre der Optik aufgehoben. Der Laser schwebt dann sozusagen und passt sich kleinen Schieflagen automatisch an. Man kann aber auch schräge Licht-Linien an Wände werfen. Eine Anleitung (u. a. in deutsch) im PDF-Format für das Gerät, was ich verwende (Quigo von Bosch) finden Sie hier.
Tipp: Die Wasserwaage muss ganz ruhig stehen- bzw. befestigt sein können. Denn wenn der Boden nicht trittfest ist, wackelt und hüpft die Projektion ständig, da der Laser der Waage ja „schwebend“ aufgehangen ist.

mein Laser der Firma Bosch

Hier sehen Sie noch einmal das Zubehör, die Verpackung und natürlich das kleine Kästlein: den „Quigo“ von Bosch. Auch in hellen Räumen kann man damit über eine Entfernung von mehreren Metern ein gut sichtbares und absolut korrekt ausgerichtetes Kreuz an die Wände projizieren.

*Die BOSCH "Quigo" ist eine preiswerte Laser-Wasserwaage, mit welcher man spielend leicht Bilderrahmen an die Wand bringen kann. Sparen Sie sich Rechnerei, Zeit und Frust und projizieren Sie einfach ein Kreuz zum Anzeichnen an die Wände. Gesehen auf Amazon.

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So gestaltet sich das Aufhängen von Bilderrahmen zum Kinderspiel. Man kann die Laser Wasserwaage aber auch zum Tapezieren nutzen, wenn man die Räume mit unterschiedlichen Farben gestalten- bzw. Kanten markieren möchte.
Wer alle zehn Jahre einmal Bilder aufhängt, der kommt auch mit dem Zollstock bzw. der Maurerschnur aus. Insbesondere für wechselnde Ausstellungen oder für Handwerker ist eine solche Laser-Wasserwaage meiner Erfahrung nach wirklich Gold wert (insbesondere weil Zeit gespart werden kann). Der Quigo von Bosch kostet ca. 60 Euro und ist sein Geld wert. Die Bedienung ist auch selbsterklärend: Positionieren, Schutzkappe aufschieben, ausrichten, fertig. Und: Man kann die besagte automatische Ausrichtung auch blockieren. So ist man mit dem Gerät in der Laage, Linien in einem gewünschten Winkel (anders als 90°) an die Wand zu werfen, um beispielsweise Bilderrahmen entlang eines Treppengeländers aufzuhängen.

Artikeldatum: 19.05.2017 / letzte Änderung: 20. Mai 2017

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