Stichwort



Die japanische Kamerafirma Minolta stellte unter der Kennung “Hi-Matic” ab den 1960er Jahren diverse Messsucher-Kameras her. Hierbei kamen verschiedene Modelle mit Seelen-Lichtmessung, später die bessere CDS-Lichtmessung, sowie mit den verschiedensten (fest eingebauten) Objektiven auf den Markt.
Zu unterscheiden sind sie auch in der jeweiligen Automatik:
Blende und Verschlusszeit können nicht manuell gewählt werden, dies geschieht völlig automatisch. Hierbei handelt es sich um Kameras für den schnellen “Schnappschuss”, nicht aber für bewusstes Fotografieren.
Die Zeit wird vorgewählt, der Fotoapparat steuert die richtige Blende bei. Oder anders ausgedrückt: Durch Wahl der jeweiligen Zeit lässt sich die gewünschte Blende wählen (lassen). Das Gros der japanischen Messsucherkameras der 60er und 70er Jahre des letzten Jahrhunderts ist wohl mit dieser Automatik ausgestattet. Weitaus besser für kratives Fotografieren ist aber sicherlich die Zeitautomatik:
Eine Zeitautomatik besitzt keine der Minolta Hi-Matic Modelle. Allerdings kann bei der Hi-Matic 7sII Blende und Verschlusszeit völlig manuell eingestellt werden, wodurch diese Kamera für das “gehobenere” Fotografieren (bei den dabei sehr guten Optiken) schon durchaus geeignet sind.
Wie bei Messsucherkameras der 1970er Jahre üblich, benötigen auch die Hi-Matic-Modelle die berüchtigten Quecksilberbatterien damit der eingebaute Belichtungsmesser richtig funktionieren kann. Ärgerlicher aber ist das Problem mit dem losen, wackelnden Objektiv der 7sII. Bei vielen Exemplaren, auch bei meinem, ist mittlerweile die Leichtmetallschnecke zur Fokussierung schon so abgenutzt, dass die Optik ein leichtes Spiel besitzt, eben wackelt. Auf die optische Qualität wird sich dies sicherlich nicht auswirken. Dennoch ist es eben unangenehm, gerade bei einer so sonst ziemlich wertigen Kamera. Paradoxerweise ist dieses Problem bei der Revue 400se, dem einfacheren Nachbau, nicht zu beobachten, da die betreffende Mechanik hier scheinbar aus einem härterem Werkstoff gefertigt wurde. Beim Kauf einer Minolta 7sII sollte vorher also nachgefragt werden, ob das Objektiv noch fest sitzt.
Diesen Artikel verlinken: www.fotografische.de/miniartikel/hi-matic/
Folgende Artikel sind diesem Stichwort zugeordnet:
Kameras Die Beirette / Beroquick Electronic
Bei der Beroquick Electronic handelt es sich um eine recht einfache Sucherkamera. Was sie aber so besonders macht, ist die (mit dem eingebautem Belichtungsmesser gekoppelte) Zeitautomatik. Dadurch, dass sie dazu äußerst kompakt ist, ist es die ideale Kamera zum Immer dabei haben.
hier schreibt
... Tom über alles, was ihn fotografisch interessiert und mehr als drei Sätze ausmacht. Besonders interessiert ihn das Basteln, selber bauen und modifizieren von alten Kameras. Für ein tägliches Blog fehlt ihm die Zeit - und (zugegeben) auch die Geduld. Diese Seiten werden also nicht jeden Tag aktualisiert.
Kategorien
Seite durchsuchen
Fotoartikel bei Amazon

Der Rollei Negativscanner bei Amazon
Werbung
Der Belichtungsmesser zum ausdrucken
Ein einfacher Belichtungszeitenrechner für die manuelle Kamera. Download Belichtungsrechner
Miniartikel
Kategorie: ⇒ die Lomographie
Eine meiner Lieblingskameras: die Smena Symbol. Sie benutzt handelsüblichen Kleinbildfilm, besitzt eine äußerst interessante Optik und ist dabei noch außergewöhnlich gut verarbeitet. Bei offener Blende lässt sich mit ihr vorzüglich lomographieren.
Doppelbelichtung mit der analogen Kamera
Kategorie: ⇒ Kameras
Mehrere Bilder doppelt auf einem Stück Film liefern oft interessante Fotos. Nicht alle Kameras unterstützen dies. Dennoch ist es mit einem kleinen Trick möglich, fast mit jeder Kleinbildkamera (ohne Motor) Mehrfachbelichtungen zu machen!
Kategorie: ⇒ Blog zur Fotografie
Filme und auch Fotopapier hält sich über Jahrzehnte, wenn man das Material kühl im Kühlschrank lagert.
Aus einem Fotoapparat eine Lochkamera bauen
Kategorie: ⇒ Selber Bauen
Bild mit einer Lochkamera. Jede Spiegelreflexkamera - natürlich auch eine Digitalkamera bzw. DSLR - lässt sich sehr einfach zu einer Lochkamera umfunktionieren, indem statt eines Objektives ein Aufsatz (Gehäusedeckel bzw. Blinddeckel) verwendet wird, in welchem sich ein winziges Loch befindet.Statt sich aus Holz oder zumindest aus Karton eine komplette Lochkamera zu bauen, kann auch einfach ein vorhandenes Kameragehäuse verwendet werden - sofern die Kamera die Langzeitbelichtung (B) beherrscht. Der große Vorteil hierbei: es kann ein kompletter Film verwendet werden, welcher nach jeder Aufnahme ganz normal weiter transportiert wird.
Belichtungszeit bei der Lomographie messen oder nicht?
Kategorie: ⇒ die Lomographie
In der Regel reicht es innerhalb der Lomographie, einfach draufzuhalten und abdrücken. Bietet die Kamera aber die Möglichkeit zum Einstellen der Belichtung, so sollte dies durchaus auch richtig genutzt werden.