Stichwort

Minolta Hi-Matic Messssucher

Hi-Matic11
Die Minolta Hi-Matic 11 mit dem lichtstarken Rokkor 1:1,7. Leider besitzt auch dieses Modell lediglich eine Blendenautomatik.
die Minolta Hi-Matic 7sII Kamera
Minolta Hi-Matic 7sII. Zusätzlich zur obligatorischen Blendenautomatik besitzt sie einen völlig manuellen Modus.
zwei Hi-Matics im Größenvergleich
Die beiden Kameras im Vergleich. Die 7IIs ist ein ganzes Stück kleiner bei gleicher Optik und besserer Ausstattung.

Die japanische Kamerafirma Minolta stellte unter der Kennung “Hi-Matic” ab den 1960er Jahren diverse Messsucher-Kameras her. Hierbei kamen verschiedene Modelle mit Seelen-Lichtmessung, später die bessere CDS-Lichtmessung, sowie mit den verschiedensten (fest eingebauten) Objektiven auf den Markt.
Zu unterscheiden sind sie auch in der jeweiligen Automatik:

Programmautomatik

Blende und Verschlusszeit können nicht manuell gewählt werden, dies geschieht völlig automatisch. Hierbei handelt es sich um Kameras für den schnellen “Schnappschuss”, nicht aber für bewusstes Fotografieren.

Blendenautomatik

Die Zeit wird vorgewählt, der Fotoapparat steuert die richtige Blende bei. Oder anders ausgedrückt: Durch Wahl der jeweiligen Zeit lässt sich die gewünschte Blende wählen (lassen). Das Gros der japanischen Messsucherkameras der 60er und 70er Jahre des letzten Jahrhunderts ist wohl mit dieser Automatik ausgestattet. Weitaus besser für kratives Fotografieren ist aber sicherlich die Zeitautomatik:

Zeitautomatik

Eine Zeitautomatik besitzt keine der Minolta Hi-Matic Modelle. Allerdings kann bei der Hi-Matic 7sII Blende und Verschlusszeit völlig manuell eingestellt werden, wodurch diese Kamera für das “gehobenere” Fotografieren (bei den dabei sehr guten Optiken) schon durchaus geeignet sind.

bekannte Probleme

Wie bei Messsucherkameras der 1970er Jahre üblich, benötigen auch die Hi-Matic-Modelle die berüchtigten Quecksilberbatterien damit der eingebaute Belichtungsmesser richtig funktionieren kann. Ärgerlicher aber ist das Problem mit dem losen, wackelnden Objektiv der 7sII. Bei vielen Exemplaren, auch bei meinem, ist mittlerweile die Leichtmetallschnecke zur Fokussierung schon so abgenutzt, dass die Optik ein leichtes Spiel besitzt, eben wackelt. Auf die optische Qualität wird sich dies sicherlich nicht auswirken. Dennoch ist es eben unangenehm, gerade bei einer so sonst ziemlich wertigen Kamera. Paradoxerweise ist dieses Problem bei der Revue 400se, dem einfacheren Nachbau, nicht zu beobachten, da die betreffende Mechanik hier scheinbar aus einem härterem Werkstoff gefertigt wurde. Beim Kauf einer Minolta 7sII sollte vorher also nachgefragt werden, ob das Objektiv noch fest sitzt.

Diesen Artikel verlinken: www.fotografische.de/miniartikel/hi-matic/

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... Tom über alles, was ihn fotografisch interessiert und mehr als drei Sätze ausmacht. Besonders interessiert ihn das Basteln, selber bauen und modifizieren von alten Kameras. Für ein tägliches Blog fehlt ihm die Zeit - und (zugegeben) auch die Geduld. Diese Seiten werden also nicht jeden Tag aktualisiert.

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