Stichwort
Crossen oder “X-Pro” bedeutet nichts anderes, als dass man einen Diafilm im falschen Entwickler – nämlich in dem für einen Negativfilm – entwickeln lässt. Für jeden Filmtyp gibt es jeweils einen Entwicklertyp: für den Negativfilm Schwarz / Weiß, für den Farbnegativfilm und eben für den Dia-Film (Farbpositivfilm). Für S/W gibt es auch heute noch eine Vielzahl an unterschiedlicher Chemie mit mehr oder wenier speziellen Eigenschaften. Für letztere beiden Typen gelten aber folgende einheitliche Entwicklungsprozesse (allgemeine Kürzel):
Bei diesen Prozessen handelt es sich um genormte maschinelle Vorgänge, die sich in Chemie, Temperatur und Entwicklungszeit unterscheiden. Entwickelt man seine Filme nicht selbst, muss man dies aber nicht wissen. Beim Crossen wird also ein solcher Diafilm ganz normal mit der Kamera belichtet, anschließend aber im (hierfür eigentlich nicht vorgesehenen) C-41-Prozess entwickelt. In der Regel reicht es, man schreibt groß “Crossen” oder “C-41″ auf die Tüte, die man zum Entwickeln abgibt. Das Resultat: statt einen Positivfilm (was ein Dia eigentlich ist) bekommt man Negative, welche dann vergrößert oder gescannt (bzw. richtig umgekehrt) eine sehr eigentümliche Farbwiedergabe aufweisen, sowie recht grobkörnig sind und in der Regel einen erhöhten Kontrast besitzen.
Anders herum kann man aber auch einen normalen Negativfilm im E-6-Prozess crossen lassen und erhält allerdings eher nur rein farbstichige Film-Positive.
Diesen Artikel verlinken: www.fotografische.de/miniartikel/film-crossen/
Folgende Artikel sind diesem Stichwort zugeordnet:
Fotolabor Das Graustufenlineal
Mit einem Graustufenlineal lässt sich z. B. sehr gut abschätzen, um wie viel gewisse Bereiche eines Bildes mit einer bestimmten Gradation nachbelichtet werden müssen um einen bestimmten Grauwert zu erreichen.Fotolabor Manuelles Splitgrade – eine Anleitung
Mittels dem Splitgrade-Verfahren lässt sich die nötige Gradation des Multikontrastpapiers auf die Nachkommastelle genau dem Negativ anpassen. Richtig Sinn macht die Splitgrade-Methode aber erst, wenn man unterschiedliche Bereiche des Bildes mit unterschiedlicher Gradation belichten möchte.Fotolabor Der Dry-Down-Effekt – Das Nachdunkeln von Fotopapier beim Trocknen
Durch den Trockenvorgang dunkeln viele Barytpapiere nach. Dem lässt sich beim Vergrößern aber bereits entgegen wirken.Blog zur Fotografie Meine neue M42-Kamera: die Voigtländer Spiegelreflexkamera
Heute kam sie an: meine neue analoge 35mm-Kamera! DIe Voigtländer ist für M42-Objektive gedacht und macht den Anschein, als würde sie nicht kaputt zu bekommen sein.
Zubehör Mein Lieblings-Farbfilm: der Ferrania Solaris
Der Solaris ist ein Farbfilm der italienischen Firma "Ferrania". Das wäre jetzt noch kein Artikel wert, aber fotografiert man einmal mit diesem Film, man wird gewiss positiv überrascht sein - ob seiner sehr warmen Farbwiedergabe. Es ist mein Lieblingsfilm und dies nicht, weil er noch dazu zu einem der günstigeren zählt.
die Lomographie Fotografieren mit Redscale Film
Dreht man einen normalen Farbfilm um, erhält man einen so genannten Redscale Film. Man kann sich mit dem Rollei Redbird einen solchen kaufen, oder jeden Farbfilm eben auch selbst entsprechend umfunktionieren. Die Bildresultate sind von der Belichtungszeit bzw. von der Blende abhängig. Ich habe hierzu einige Beispielbilder eingescannt.
die Lomographie Holga oder Diana – Unterschiede und Gemeinsamkeiten
Beide sind (in der ursprünglichen Version) einfache Mittelformatkameras. Beide haben eine sehr eigentümliche Art Fotos zu machen und beide sind nicht gerade billig (was ihren Preis anbelangt). Nur, welche sollte man sich kaufen, vorausgesetzt, man wollte - die Diana oder doch eine Holga?
die Lomographie Ausgefressene Ränder um Fotos
Klebt man etwas Karton in eine analoge Kamera, entsteht an diesen Stellen später ein schwarzer Rand auf dem Foto.
Chaotische, ungleichmäßige Ränder um Fotos können auch schon während der Aufnahme gemacht werden, indem man die Kamera etwas präpariert.
die Lomographie Lomo-Alternativen
Es gibt durchaus auch Alternativen zu einer Holga oder Diana. Gerade Rollfilm-Kameras, die vor vielen Jahrzehnten sehr günstig für den damaligen Massenmarkt produziert wurden, eignen sich hierfür. Besitzen einige dieser alten und damals sehr billig hergestellten Fotoapparate doch Optiken, welche alles andere als "gut"- und denen der entsprechenden "Lomo-Kameras" äußerst ähnlich sind. Einige dieser alten Geräte lassen sich also ebenfalls hervorragend für die Lomografie gebrauchen, sind dabei zumeist sogar noch besser ausgestattet und auf dem Gebrauchtmarkt in der Regel sehr günstig zu erwerben. Einigen dieser Lomo-Alternativen möchte ich mich hier nun etwas näher widmen.
Fotolabor Überbelichtete Negative mit Farmerschen Abschwächer retten
Sollte man durch überbelichtete Bilder oder zu lang entwickelte Negative überrascht sein, müssen diese Negative noch kein Fall für den Papierkorb sein: durch Abschwächen mit "Farmerscher Abschwächer" lassen sich überbelichtete Bilder oftmals noch retten.
Kameras Die Anleitung der Smena Symbol
Die 16-seitige Bedienungsanleitung der Smena Symbol zum Download. Zwar sollte jeder, der schon einmal mit einer rein manuellen Kamera fotografiert hat, auch mit der Smena recht schnell klar kommen. Doch haben diese kleinen Heftchen einfach einen gewissen "Charme", so dass man durchaus einmal einen Blick hinein werfen kann.
Anzeige
Kategorien
hier schreibt
Fotoartikel bei Amazon

Werbung
Der Belichtungsmesser zum ausdrucken
Ein einfacher Belichtungszeitenrechner für die manuelle Kamera. Download Belichtungsrechner
Miniartikel
Der Mittelformat-Rollfilm Typ 120
Kategorie: ⇒ Zubehör
Sowohl professionelle Mittelformatkameras benutzen ihn als auch die billige Holga- oder Diana-Kamera: den 120er Rollfilm. Auf dessen Eigenschaften und auch auf das Einlegen dieses Filmes gehe ich in diesem Artikel ein.
S/W-Bilder weich nachbelichten
Kategorie: ⇒ Fotolabor
Beispiel eines Bildes, welches im Labor zuerst härter belichtet wurde und anschließend eine weiche Nachbelichtung um das Hauptmotiv herum erfuhr.Wer seine S/W-Fotos im eigenen Labor stets in nur einem einzigen Durchgang belichtet, verschenkt oftmals ein großes Potential der analogen Bildbearbeitung, wo doch die Technik des Abwedelns bzw. Nachbelichtens vielen Fotografien erst ihren speziellen Charme verleiht (steckt doch in einem Negativ in der Regel weitaus mehr Potential, als dass dieses mit nur einer einzigen Belichtung in ein Positiv umgewandelt werden kann). Noch einen Schritt weiter geht man, wenn man sich den Vorzug von gradationsvariablem Fotopapier zu Nutze macht, indem man nicht nur einfach nachbelichtet, sondern dafür zusätzlich noch eine andere Gradation verwendet.
Kategorie: ⇒ Fotolabor
Das linke Bild wurde normal mit einem Lith-Entwickler entwickelt. Danach wurde es durch Tonen in einem Selen-Toner in seiner Farbe und Schwärzung wieder geändert (rechts).Wem seine mit einem Lithentwickler entwickelten Fotos zu farbig sind, wenn sie also schon wieder zu "knallig" wirken, der sollte es einmal mit einem Selentoner versuchen. Dieser verwandelt beispielsweise ein Orange in ein tiefes Braun (je nach Papiersorte natürlich). Außerdem wirkt sich Selen-Toner positiv auf die Schwärzen aus: diese werden ggf. noch etwas mehr "schwärzer".
Elektronik und Plastiklinse – Modifikation deluxe
Kategorie: ⇒ Selber Bauen
Lomo-Kamera mit extremen Bildfehlern, dafür aber mit richtiger Belichtungsmessung. Gibt es nicht? Stimmt - außer, man baut sie sich selbst zusammen!
Doppelbelichtung mit der analogen Kamera
Kategorie: ⇒ Kameras
Mehrere Bilder doppelt auf einem Stück Film liefern oft interessante Fotos. Nicht alle Kameras unterstützen dies. Dennoch ist es mit einem kleinen Trick möglich, fast mit jeder Kleinbildkamera (ohne Motor) Mehrfachbelichtungen zu machen!