Konventionelles, Unkonventionelles, Tipps und Tricks zur Fotografie

Die Cmeha Smena Symbol

Bei der russischen Kamera „Smena Symbol“ handelt es sich um eine völlig manuelle 35mm-Kleinbildkamera aus den Lomo Werken Leningrad bzw. Sankt Petersburg. Eigentlich überhaupt nichts Besonderes, wenn da nicht die Optik wäre: Diese zeichnet da nämlich wunderschön warme und weiche Farben auf einen entsprechenden Film – fern des eher „glatten“ und „sterilen“ Charakters heutiger Digitalkameras. Außerdem hat sie einen halbwegs vernünftigen Verschluss, welcher ganze fünf Zeiten (+B) gestattet.

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Smena Symbol Kamera
Die Smena Symbol

Wünscht man Bilder zu machen, welche sich in ihrer Art von den Ergebnissen guter Kameras bzw. Optiken unterscheiden sollen, welche also nicht exakt scharf und präzise sein sollen, welche eben nicht die Realität auf Papier (bzw. eher auf den Computermonitor) zaubern sollen, dann steht einem der momentane Markt mit so genannten „Lomo-Kameras“ gerne zur Seite. Leider weisen diese in der Regel zwei große Makel auf: Sie besitzen oft nur eine einzige Verschlusszeit (die Zeit also, in der das Licht während der Aufnahme auf den Film gelangt), sowie einen Preis, welcher zumindest die Produktionskosten um ein Vielfaches übersteigen sollte. Eine der guten und günstigen Alternativen zu einer Holga oder Diana sollte die Smena Symbol gewiss darstellen. Diese sowjetische / russische Kamera wurde in Deutschland auch als „Revue 135 Symbol“ verkauft.

Was kann die kleine Smena also, was andere Toy-Kameras nicht können?

Film

Hier wird ein ganz normaler Kleinbildfilm verwendet, welchen man an jeder Ecke kaufen kann. Nicht herumschlagen muss man sich bei dieser Kamera mit SL-Kassetten, welche die Smena SL verwendet. Man kann zwar mit etwas Geschick in einem völlig abdunkelbaren Raum vorhandene SL Patronen mit Kleinbildfilm befüllen, dies ist natürlich äußerst umständlich. Die Smena Symbol kann also mit herkömmlichen 135er Kleinbildfilm geladen werden.

Objektiv, Blende & Filter

Die Smena Symbol besitzt eine stufenlos einstellbare Blende. Dies ist gut so und bei fast allen anderen Kameras dieser Liga kaum zu finden. Durch Abblenden lässt sich die Optik auf die jeweilige Lichtsituation einstellen und die Tiefenschärfe erhöht sich.

Blende

Hinweis: Möchte man aber den typischen Lomo-Charakter nicht verlieren, so sollte man das Objektiv gar nicht oder maximal nur eine Stufe (auf 5,6) abblenden! Besser ist, man fotografiert gleich bei ganz weit geöffneter Irisblende. Dann muss die Entfernung zum Motiv aber auch genauer geschätzt werden.

Karton Smena
Aufdruck vorne des Smena-Symbol-Kartons

Man erhält ansonsten nämlich wieder zu gute Bildergebnisse, da sich die Abbildungsqualität bei jeder Optik durch Abblenden (von zumindest zwei Stufen) erhöht. Wir möchten mit der Smena aber keine hohe Abbildungsqualität (welche hier natürlich eh nicht erreicht wird – sondern ein langweiliges Mittelmaß). Um die typischen Eigenschaften Randvignettierung, Randunschärfe und Farbverfälschung zu bewahren, sollte mit möglichst offener Blende fotografiert werden. (Dies ist meiner Meinung übrigens auch der Grund, warum bei der bekannten Holga-Kamera die Lochblende ab Werk nicht mehr funktioniert.)

Natürlich passen dann die auf die Smena aufgedruckten Wetter-Symbole nicht mehr (es sei denn, man arbeitet tatsächlich mit einem 25-ASA-Film, den es aber so kaum noch geben dürfte – zumindest nicht in Farbe). Es sollte zum Fotografieren also stets ein Belichtungsmesser mitgeführt werden. Statt sich aber nun extra einen echten Handbelichtungsmesser anzuschaffen (und dabei mit Kanonen auf Spatzen…), reicht hier auch ein einfacher Zeitenschieber, auf welchem sich die jeweils zur Lichtsituation und Filmempfindlichkeit passenden Zeit- Blendenkombinationen ablesen- bzw. auf die Kamera übertragen lassen. Ich arbeite oft mit einem solchen Messschieber und komme damit in der Regel ganz gut zurecht.

*Ein sogenannter "Redscale-Film" erzeugt bei bewusster  Überbelichtung eine Farbwiedergabe ähnlich wie bei Polaroids: Blau und Bildschärfe werden dezent zurück gehalten und warme Farben dominieren. Belichtet man normal, erhalten die Bilder eine starke Rotdominanz. Einen fix und fertig konfektionierten Redscale von Lomography kann man z. B. bei Amazon kaufen.

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Filter

Problem: Bei ganz offener Blende und Sonnenschein kommt es zwangsläufig zu Überbelichtungen, verwendet man einen Film mit einer Empfindlichkeit über 50 ASA, denn der Verschluss der Smena Symbol schafft maximal nur eine Zeit von 1/250 Sekunde, was bei solchen Lichtverhältnissen und der geöffneten Blende einfach viel zu langsam ist.

Seitenaufdruck Karton
Seitenaufdruck des Kartons der Smena Symbol

Man behilft sich hierbei mit einem einfachen Grau-oder Polfilter, welcher ganze zwei Blenden schluckt bzw. das Licht um ein Viertel reduziert. Nun besitzt die Smena (bzw. deren Objektiv) ein Filtergewinde von 35,5mm. Sie lässt sich allerdings relativ einfach auch mit einer 49mm-Filterfassung erweitern, deren Filter weitaus verbreiteter- bzw. per Ebay günstig zu bekommen sind:

Man besorgt sich einen beliebigen 49mm-Filter, bei dem man das Glas entfernt. Diese Fassung passt nun gerade so noch vorne auf das Objektiv der Smena Symbol und lässt sich mit etwas Sekundenkleber einfach und wirkungsvoll fest fixieren. In das vordere Gewinde lässt sich nun ein beliebiger (49mm-) Lichtfilter (oder eine Sonnenblende oder beides übereinander) schrauben.

Bei einem solchen Filter (Grau-, Pol-, Rot- etc.), welcher das Licht (je nachdem!) um zwei Blenden reduziert, erhält man dann beispielsweise bei einem 100ASA-Film eine tatsächliche Filmempfindlichkeit von 25ASA und kann somit ohne Sorge vor Überbelichtung im hellsten Sonnenschein mit der Smena bei 1/250 Sekunde und voller Blendenöffnung fotografieren. Dieser Tipp lässt sich natürlich auch auf andere Toy-Kameras übertragen.

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Weiteres: Die Optik lässt sich stufenlos von f4 bis f16 abblenden. Die Naheinstellung beginnt bei genau einem Meter. Die Entfernung zum Motiv muss man natürlich schätzen. Den Wert in Meter überträgt man dann einfach auf den Entfernungsring der Optik. Dort sind Werte zwischen 1 und 10 Metern (+ Unendlich) aufgedruckt – nebst lustigen Symbolen (daher wohl auch der Name der Kamera).

Verschluss

Kamera von unten
Unterseite der Smena: auf der Unterseite der Optik befindet sich auch die Skala mit den verschiedenen Verschlusszeiten.

Der Verschluss ist (vom Objektiv einmal abgesehen) das Herzstück einer jeden Kamera. Er lässt für einen möglichst vom Benutzer definierbaren Moment Licht auf den Film bzw. sperrt diesen Vorgang wieder. Ist es relativ dunkel, so muss das (schwache) Licht länger auf den Film wirken. Ist es sehr hell, darf der Verschluss das Licht nur für einen sehr kurzen Moment passieren lassen.

Die Smena Symbol besitzt einen Zentralverschluss mit den Zeiten:

1/15 1/30 1/60 1/125 und 1/250 Sekunde, sowie die Möglichkeit zur Langzeitbelichtung (B).

Dies ist schon recht ordentlich und erlaubt Aufnahmen unter den verschiedensten Lichtverhältnissen (ohne auf die Lichtkorrektur mittels Blende zurückgreifen zu müssen).
Leider besitzt die Smena (bzw. deren Verschluss) keinen Anschluss für einen Drahtauslöser.

Doppelbelichtung

Doppelbelichtung mit Lomography Kamera
„Twin Towers“ – Doppelbelichtungen lassen sich auch recht einfach mit der Lomo Smena machen.

Natürlich kann man mit der Smena Symbol auch eine Doppelbelichtung, oder gar Mehrfachbelichtung machen. Hierfür muss man sich aber eines kleinen Tricks bedienen, den ich in einem anderen Artikel beschrieben habe: Doppelbelichtung mit fast jeder Kleinbildkamera

Blitz

*Das günstigste Blitzgerät: Ein kleines Blitzgerät universal für alle Kameras mit Standard-Blitzschuh mit manuellem Betriebsmodus sowie Automatik von Unomat bei Amazon.

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Im Gegensatz zu vielen anderen Kameras dieser Gattung besitzt diese Lomo einen „heißen“ Blitzschuh, es lässt sich also, wie bei der Holga, direkt ein Blitz anschließen ohne ein entsprechendes Kabel verwenden zu müssen. Das Beste ist aber, dass man mit der Smena Symbol bei allen Verschlusszeiten blitzen kann, selbst bei Langzeitbelichtung. Sämtliche Zeiten sind mit dem Blitzanschluss synchronisiert, was bedeutet, dass man sowohl mit der langsamsten als auch mit der schnellsten Zeit den Blitz auslösen kann! Dies mag unwichtig klingen, birgt aber einen entscheidenden Vorteil (gegenüber dem Schlitzverschluss von Spiegelreflexkameras – wo in der Regel nur eine einzige Synchronzeit möglich ist) in sich: So hat man also völlige Kontrolle über den Hintergrund des Motives: soll dieser sehr dunkel werden, benutzt man eine kurze Verschlusszeit. Ein klassisches Beispiel hierzu wäre ein recht dunkler Himmel im Hintergrund (kurze Verschlusszeit von 1/125 Sekunde) und eine korrekt belichtete bzw. angeblitzte Person im Vordergrund. Möchte man, dass der Hintergrund heller abgebildet wird oder sogar ganz gegen weiß geht (bzw. bewusst überbelichtet wird), nimmt man eben eine längere – die 1/15 Sekunde zum Beispiel. Möchte man, dass der Hintergrund verwackelt bzw. verwischt ist und der angeblitzte Vordergrund scharf, wählt man die B-Stellung des Verschlusses. So lässt sich mit der Lomo Smena auch ziemlich gut im Studio fotografieren, hat man einen Adapter Blitzschuh auf Blitz-Kabel. Die 1/250 Sekunde würde ich allerdings in Kombination mit dem Blitz nur probeweise verwenden: Sie wird dann manchmal (je nach Modell) doch nicht vollständig mit dem Blitzgerät synchronisiert (gerade, wenn es sehr kalt ist [kürzliche Erfahrung]).
Die Vorgängerin der Symbol hat einen direkten Anschluss für einen Blitz per Buchse: die Lomo Smena 8M im Fotostudio
Siehe auch: Richtig Blitzen

Verarbeitung und Sonstiges

Kamera von oben mit Blitzschuh
Was fehlt hier? Der Spannhebel. Dieser befindet sich oben an der Rückseite der Smena Symbol. Dies ist zwar unüblich, schmälert aber nicht den Nutzen. Hier ist auch der „heiße“ Zubehörschuh zum Anschluss eines Blitzes (ohne extra Kabel) zu sehen.

Die Verarbeitung ist erstaunlich gut! Erwähnenswert dabei ist, dass das Objektiv sogar teilweise aus Metall gefertigt ist und das Innere des Bodys vollständig. Die Smena Symbol kommt dadurch relativ schwer daher (ca. 366 Gramm ohne Film) bzw. liegt gut in der Hand. Die Fokussierung läuft tatsächlich butterweich! Der Verschluss lässt sich satt spannen bzw. löst ebenso aus.
Ein „Spielzeugkameragefühl“ hat man hier zumindest keinesfalls. Das Bildzählwerk ist genau und funktioniert nach 30 Jahren immer noch – genauso wie natürlich der Rest der Kamera. Es lässt sich, wie bereits erwähnt, ein Blitzlicht mittels Hotshoe anschließen, ebenso ist dieser Fotoapparat mit einem Stativanschluss ausgestattet. Auf der Rückseite befindet sich eine Einstellscheibe, welche man auf die verwendete Filmart einstellen kann (lediglich zum Merken natürlich, damit man nicht vergisst, was für ein Film eigentlich geladen ist). Bei dem Sucher handelt es sich natürlich nur um einen einfachen Fernrohrsucher – immerhin aus Glas, natürlich aber ohne Parallaxenkorrektur (bis noch zwei Meter Abstand zum Motiv sollte vorsichtshalber ein wenig Toleranz zu den Bildecken einberechnet werden). Auf eine echte Belderung muss man natürlich ebenso verzichten wie auf Ösen für einen Gurt. Dafür passt die Smena Symbol in ein (wirklich) hübsch gemachtes Bereitschaftstäschchen aus (gut gemachtem) Kunstleder, an welcher sich eben auch ein Gurt befindet.

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Bildüberlappungen

Bilüberlappungen auf Film

Dass sich manchmal die einzelnen Bilder überlappen, ist typisch für billigere Kameras (die Rollfilm-Kameras mit Sichtfenster einmal ausgeschlossen). Bei der Smena kommt dies in der Regel nicht vor, es sei denn, man spannt den Verschluss sehr ruckartig. Das Ergebnis ist dann aber auch nur eine geringe Überlappung.

Bedienungsanleitung

Im Prinzip wird man für diese Kamera keine Anleitung benötigen, hat man schon einmal mit einem völlig manuellen Fotoapparat gearbeitet. Die Funktionen sind an der Smena eigentlich selbsterklärend. Dennoch – und sei es nur aus Nostalgie – oder weil manch einer heute wirklich nicht mehr weiß, wie z.B. das mit dem Film einlegen noch mal funktioniert, kann das gescannte Handbuch hier aufgerufen werden: Bedienungsanleitung Lomo Smena Symbol

eine Smena Symbol kaufen

*Diese Kamera können Sie selber bauen! Hier erhalten Sie einen Bausatz, welcher alles enthält, um eine analoge Kleinbildkamera mit Lichtschacht selbst bauen zu können. Das Besondere: Das Objektiv ist von so schlechter Qualität, dass Sie Bilder erhalten, die genau so aussehen wie von einer Lomo-Kamera. Auf Amazon können Sie mehr zu diesem Bausatz lesen.

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Am einfachsten und günstigsten lässt sich die Kamera natürlich per Ebay erwerben. Nun sind Preise für alte Fotoapparate erfahrungsgemäß auch immer davon abhängig, ob jemand (so wie ich…) gerade Werbung dafür in einem Forum, auf einem Blog etc. macht. Es empfiehlt sich, die jeweiligen Kategorien manuell zu durchforsten und auch Angebote zu öffnen, welche lediglich nur mit „alte Kamera“ etc. ausgeschrieben sind. Dadurch stößt man zuweilen nämlich auf ein paar hübsche Geräte, deren Bezeichnung nicht in der Überschrift stehen (weil diese z.B. kyrillisch- oder nicht mehr lesbar sind). Apropos kyrillisch: Mit CMEHA dürfte man evtl. bei der Suche auf Ebay ebenfalls Glück haben.

Smena SL

Es ist allerdings darauf zu achten, nicht aus Versehen eine Smena SL zu erwerben! Diese Kamera verwendet einen Spezialfilm (SL-Kassette), welcher nicht mehr erhältlich ist – im Gegensatz natürlich zum handelsüblichen Kleinbildfilm, den die Symbol verwendet. Das „SL-System“ (Schnelllade-System) war wohl innerhalb der Warschauer Pakt-Staaten das Pendant zum „Agfa-Rapid-System“ des Westens. Diese damaligen „Neuerungen“ haben sich auf dem Markt aber nicht durchsetzen können und Kameras dieser Gattungen fristen heute wohl sicherlich ein ähnliches Dasein wie ein Videorecorder für Video 2000. Es lässt sich zwar in einem absolut dunklen Raum oder mit Hilfe eines Wechselsacks den Film einer Kleinbildpatrone in eine SL-Patrone umspulen (bzw. in zwei). Allerdings ergibt dies nur Sinn, wenn man seine Filme selbst entwickelt. Ob man diese „Schnelllade-Patrone“ nach einer Filmentwicklung wieder zurück bekommt ist sehr ungewiss.

Fotos auf Ferrania Solaris

Abschließend gibt es natürlich noch etwas zu sehen – Beispiele von Bildern mit der Smena Symbol gemacht. Ich habe durchgehend den Ferrania Solaris 200 Film verwendet, welcher unwahrscheinlich gut mit der Lomo Smena harmoniert, wie ich finde. Bei den Motiven im Sonnenschein wurde ein Polfilter verwendet. Es handelt sich um Scanns direkt vom Negativ.

lomo smena symbol 10

*Gekonnte Lichtführung bei Porträts. In diesem Buch wird ein wesentlicher aber leider zu oft vernachlässigter Bestandteil der Porträtfotografie behandelt: Das Licht. Doch mit der Art des Lichts verändert man den Charakter einer porträtierten Person radikal: von Schlafzimmermime bis dämonisch. Auf Amazon kann man einen Blick in dieses Lehrbuch werfen.

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lomo smena symbol 08
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Noch mehr Lomo Fotos

Einige Redscale-Fotos gibt es auch hier zu sehen: Redscale Film in der Smena Symbol
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Auffällig bei den Bildern ist die natürlich nicht exakte Schärfe, sowie die Vignettierung. Wie bereits schon erwähnt, wird die Vignette am stärksten erzeugt, je offener die Blende ist.

Ich habe stets versucht, mit Blende 4 oder 5,6 zu fotografieren, um den typischen Lomo-Look abzubilden. Hie und da gibt es sogar Anzeichen von Lichteinfall (Lightleaks) oder seltsamen Reflexionen, was dann seltsam bunte Streifen zur Folge hat. Die Lomo Smena Symbol ist da allerdings eher weniger betroffen.

Unterschied zur Smena 8M

Die Vorgängerin der Smena Symbol war die Smena 8M. Sie unterscheidet sich rein technisch hauptsächlich lediglich dadurch, dass man zusätzlich zum Spannen des Verschluss‘ den Film manuell weiter transportieren muss (Vergisst man dies, erhält man Doppelbelichtungen). Das Objektiv ist aber das gleiche, ebenso der Verschluss, wodurch also Fotos, die mit einer Symbol gemacht worden sind, denen der Smena 8m gänzlich ähnlich sind. Allerdings ist die Smena Symbol besser und „wertiger“ verarbeitet. Im Gegensatz zur 8M besitzt die Symbol einen direkten Anschluss (also ohne Kabel) für einen Blitz. Außerdem wurde die Smena 8M in der Vergangenheit öfter in der „Lomography-Gemeinde“ beworben, sodass diese Kamera entsprechend teuer auf dem Gebrauchtmarkt (z. B. Ebay) ist als die Smena Symbol. Apropos Ebay: Achtet darauf, nicht aus Versehen eine „Smena SL“ zu erwerben. In diese passt kein normaler Kleinbildfilm, den es ja noch in jeder Drogerie zu kaufen gibt, sondern Spezialkassetten, wie bereits weiter oben erwähnt.

Alternativen

In Deutschland wurde diese russische Kamera auch umgelabelt und unter „Revue 135 Symbol“ verkauft. Es gibt noch zwei weitere Kameras, die starke Ähnlichkeit zur Smena Symbol aufweisen: Zum einen ist da die Vilia zu nennen und zum anderen die Siluet. Beide Kameras besitzen augenscheinlich das gleiche Objektiv bzw. den gleichen Verschluss wie die Smena Symbol. Die Bilder werden mit diesen drei Kameras also gleich aussehen. Es lohnt sich also, z.B. bei Ebay auch mal nach diesen Kameras zu schauen. Ein ganz besonderes Modell der Siluet sei hier aber unbedingt noch erwähnt: die Siluet Elektro! Dieses Modell besitzt doch tatsächlich einen eingebauten Belichtungsmesser! Das Hantieren mit dem Belichtungszeiten-Schieber entfällt bei dieser Siluet. Leider ist die Siluet Elektro recht selten zu finden. Hier gibt es eine Beschreibung zu dieser russischen Kamera. Auch von der Vilia gibt es eine Version mit eingebautem Belichtungsmesser: Die Vilia Auto.

*Der Fotografische Blick: Komposition und Design. Dieses Buch widmet sich der Grundlage einer jeden Abbildung: Der Komposition. Gleichfalls wird versucht, dem Leser eine gewisse "Schule des Sehens" nahe zu bringen. Auf Amazon kann man einen Blick in dieses Lehrbuch werfen.

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Nach Vilia / Siluet auf Ebay suchen.

Kyrillische Bezeichnungen

Wenn man bei Ebay nach diesen Kameras sucht, kann man Glück haben, ein Schnäppchen zu machen, wenn man statt den lateinischen, die kyrillischen Bezeichnungen eingibt:

Fazit

Die Sowjet-Smena Kameras (außer die „SL“) sind eine äußerst sinnvolle Alternative zu den recht teuren neu produzierten Lomo-Kameras. Das Objektiv der Smena Symbol bzw. das der Smena 8M sind gleich, also kann man die selbe Bildqualität erwarten. Durch die aufgedruckten Belichtungs-Symbole und die vielen Belichtungszeiten wird man auch eine annähernd sichere Belichtung erwarten können. Um den typisch „weichen“ Charakter und die leichte Vignettierung zu erlangen, sollte jedoch die Iris-Blende des Objektivs immer auf offen gestellt sein.

Artikeldatum: 8.05.2010 / letzte Änderung: 1. Mai 2016

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