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Die so genannte Lomographie ist schon ein kleines Phänomen: Jahrzehntelang galt es, die schärfsten Fotografien zu machen, die realistischsten Farben wiederzugeben und Bilder voller Detailgenauigkeit anzufertigen. Und heute? Heute gibt es vor Allem Digital und Lomo. Ob letzteres seine Berechtigung erst durch die Masse der eher “sterilen” Digitalfotografien erlangt hat? Wie auch immer – zwischen belanglosen Spielereien und künstlerisch schon fast ernstzunehmenden Bildern bildet diese Lomografie mit ihren ulkigen Kameras ein äußerst interessantes Betätigungsfeld innerhalb der Fotografie. Wenn jemand bei unscharfen, farbfalschen und völlig “schlechten” Bildern nur mit dem Kopf schütteln wird, dann kann ich eine solche Reaktion schon nachvollziehen. Ich selbst mag so etwas aber sehr – sofern diese Bilder auch einen gewissen Inhalt haben und nicht einfach nur “geknipst” sind, denn knipsen kann man mit jeder Kamera.
Lomo steht recht frei übersetzt für Optische Geräte aus Leningrad bzw. bezeichnet einen Betrieb aus dem heutigen Sankt Petersburg, in welchem unter anderem auch Fotoapparate hergestellt wurden. Nun konzentrierte sich diese Firma scheinbar nicht auf hochwertige Kameras, sondern stellte (zumindest in diesem Sektor) vorwiegend einfach gebaute Kameras mit billigen Linsen für den Massenmarkt der sozialistischen Bruderstaaten des Warschauer Paktes her (siehe z.B. die Smena Symbol). Wahrscheinlich daher, dass einige dieser Kameras über mehrere Jahrzehnte bis in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts produziert wurden und ob des griffigen Namens, erlangten diese “Lomo-Kameras” einen gewissen Kultstatus, der bis heute anhält, oder vielmehr vor Kurzem erst – als Pendant zum sterilen Digitalen – aufglühte. Lomografie ist zum Genre geworden, auch wenn sich, zu Recht vielleicht, so manche Nase dabei rümpfen mag, denn manch einer neigt schon dazu, “analoge” Fotografie mit Lomografie gleichzusetzen.
Zugegeben: die Beispielbilder in den entsprechenden Artikeln sind ebenso mehr oder weniger geknipst. Aber es geht hierbei ja lediglich ums Technische.
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Folgende Artikel gehören in die Kategorie die Lomographie:
reichlich überbelichten:
Fotografieren mit Redscale Film
Dreht man einen normalen Farbfilm um, erhält man einen so genannten Redscale Film. Man kann sich mit dem Rollei Redbird einen solchen kaufen, oder jeden Farbfilm eben auch selbst entsprechend umfunktionieren. Die Bildresultate sind von der Belichtungszeit bzw. von der Blende abhängig. Ich habe hierzu einige Beispielbilder eingescannt.
die richtige Belichtung
Belichtungszeit bei der Lomographie messen oder nicht?

Beim Fotografieren mit einer so genannten "Lomokamera" solle man nicht lange fackeln sondern einfach los fotografieren. Dabei stellt sich doch auch hier als erstes immer die Frage, bei welchen Einstellungen, oder etwa doch nicht?
welche Lomo?
Holga oder Diana – Unterschiede und Gemeinsamkeiten
Beide sind (in der ursprünglichen Version) einfache Mittelformatkameras. Beide haben eine sehr eigentümliche Art Fotos zu machen und beide sind nicht gerade billig (was ihren Preis anbelangt). Nur, welche sollte man sich kaufen, vorausgesetzt, man wollte - die Diana oder doch eine Holga?
Lomo - Modifikation
Klebt man etwas Karton in eine analoge Kamera, entsteht an diesen Stellen später ein schwarzer Rand auf dem Foto.
Chaotische, ungleichmäßige Ränder um Fotos können auch schon während der Aufnahme gemacht werden, indem man die Kamera etwas präpariert.
Modifikation vice versa:
Die Holga Linse an eine andere Kamera adaptieren
Ein Foto, aufgenommen mit einer Exakta VX 1000 Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit aufgesetzter Holga-Optik.Mit der bekannten Holga lassen sich äußerst interessante Fotografien machen. Leider ist man mit ihr ziemlich eingeschränkt, was verschiedene Lichtsituationen betrifft: Die Blende funktioniert nicht und man kann lediglich mit nur einer einzigen Zeit belichten, was viel zu wenig ist. Doch warum nicht das "nette" Objektiv an einer "richtigen" Kamera benutzen?
billige Kameras:
Es gibt durchaus auch Alternativen zu einer Holga oder Diana. Gerade Rollfilm-Kameras, die vor vielen Jahrzehnten sehr günstig für den damaligen Massenmarkt produziert wurden, eignen sich hierfür. Besitzen einige dieser alten und damals sehr billig hergestellten Fotoapparate doch Optiken, welche alles andere als "gut"- und denen der entsprechenden "Lomo-Kameras" äußerst ähnlich sind. Einige dieser alten Geräte lassen sich also ebenfalls hervorragend für die Lomografie gebrauchen, sind dabei zumeist sogar noch besser ausgestattet und auf dem Gebrauchtmarkt in der Regel sehr günstig zu erwerben. Einigen dieser Lomo-Alternativen möchte ich mich hier nun etwas näher widmen.
135 Kleinbild Lomo
Die russische Smena Symbol des Volksbetriebes "Lomo" ist ein Fotoapparat gefertigt für den damaligen Massenmarkt der sozialistischen Bruderstaaten. Sie besitzt einen sehr vernünftigen Verschluss bei einer billigen Optik, welche bei offener Blende zu vielen hübschen Abbildungsfehlern neigt und den Holga und Dianas von heute in ihren "speziellen" Eigenschaften in nichts nachsteht. War ja auch nicht alles schlecht; damals, hm?
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hier schreibt
... Tom über alles, was ihn fotografisch interessiert und mehr als drei Sätze ausmacht. Besonders interessiert ihn das Basteln, selber bauen und modifizieren von alten Kameras. Für ein tägliches Blog fehlt ihm die Zeit - und (zugegeben) auch die Geduld. Diese Seiten werden also nicht jeden Tag aktualisiert.
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Kategorie: ⇒ die Lomographie
Eine meiner Lieblingskameras: die Smena Symbol. Sie benutzt handelsüblichen Kleinbildfilm, besitzt eine äußerst interessante Optik und ist dabei noch außergewöhnlich gut verarbeitet. Bei offener Blende lässt sich mit ihr vorzüglich lomographieren.
Kategorie: ⇒ Kameras
Das Problem der meisten "Lomo-Kameras" ist dessen Eingeschränktheit, was verschiedene Lichtsituationen betrifft. Hat ein "normaler" Fotoapparat einen Verschluss mit mehreren Zeiten, so kann man nach einen solchen bei der Diana lange suchen. Das ist aber nicht schlimm. Mit etwas technischem (Un-) Verständnis kommt man meist irgendwie so oder so zum Foto.
Kategorie: ⇒ die Lomographie
Nicht nur Kameras, die heute unter dem Begriff "Lomo" vertrieben werden, liefern schön schräge Ergebnisse. Auch Fotoapparate, die vor Jahrzehnten billig für den damaligen Massenmarkt hergestellt wurden, haben eine ganz ähnliche Abbildungsleistung wie zum Beispiel eine Holga und bieten sich als Alternative an. Vornehmlich eignen sich alte Rollfilmkameras wie Opas Box dazu aber auch noch einige andere. Einige von diesen alten Kameras möchte ich hier vorstellen.
Aus einem Fotoapparat eine Lochkamera bauen
Kategorie: ⇒ Selber Bauen
Bild mit einer Lochkamera. Jede Spiegelreflexkamera - natürlich auch eine Digitalkamera bzw. DSLR - lässt sich sehr einfach zu einer Lochkamera umfunktionieren, indem statt eines Objektives ein Aufsatz (Gehäusedeckel bzw. Blinddeckel) verwendet wird, in welchem sich ein winziges Loch befindet.Statt sich aus Holz oder zumindest aus Karton eine komplette Lochkamera zu bauen, kann auch einfach ein vorhandenes Kameragehäuse verwendet werden - sofern die Kamera die Langzeitbelichtung (B) beherrscht. Der große Vorteil hierbei: es kann ein kompletter Film verwendet werden, welcher nach jeder Aufnahme ganz normal weiter transportiert wird.
Mittelformat einfach – mit der Holga
Kategorie: ⇒ Kameras
Eigentlich war die Holga irgendwann einmal als einfacher Fotoapparat für den chinesischen Massenmarkt gedacht. Dank der langweiligen (?) Perfektion heutiger, moderner Kameras erfährt sie plötzlich wieder eine Art Renaissance - in den verschiedensten Holga-Versionen.