Die Lomo LC-A ist eine relativ einfache Sucherkamera für den normalen 35mm-Film mit immerhin einer Automatik (Programmautomatik) zur automatischen Belichtung. Ein Messucher-System zur Fokussierung besitzt sie nicht – man muss die Entfernung zum Motiv schätzen bzw. das Objektiv manuell scharf stellen.
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Zwar ist dieser Fotoapparat recht robust und durch viel Feinmechanik entsprechend wertig. Für die kreative Fotografie ist die LCA aber nur bedingt brauchbar: die Programmautomatik – also die automatische Wahl von Blende und Verschlusszeit zugleich – nimmt dem Fotografen (bis natürlich auf den Bildausschnitt und auf die Fokussierung) jeglichen kreativen Gestaltungsspielraum. Es lässt sich zwar auch manuell die Blende der Optik (leichter Weitwinkel) definieren, die Belichtungszeit ist dann in diesem Modus aber stets auf die 1/60 Sekunde geschaltet. Dies ist schlecht, denn die typischen “Lomo-Fotos” sind eben jene mit partieller Unschärfe, Farbverfälschungen und Vignettierungen, was eben am besten bei offener Blende gelingt (und die dabei bei der Lomo LC-A dann fest eingestellte 1/60 Sekunde Belichtungszeit bei Sonnenschein schon viel zu lang ist – Es käme hierbei zur Überbelichtung). Apropos Belichtung: der Verschluss (das Teil also, welches das Licht passieren lässt) arbeitet rein elektronisch. Dies hat zum einen den Vorteil, dass da über Jahrzehnte kein Öl verharzen kann (typisches Problem älterer Kameras) und zum anderen, dass die Belichtungsautomatik noch während der Aufnahme selbst die Verschlusszeit “überprüfen” bzw. regulieren kann – also für den Fall, das inmitten des Belichtens z.B. abrupt eine Sonnenfinsternis eintritt.
Nichtsdestotrotz können aber auch mit ihr – gerade wegen der schlechten Abbildungsleistung bei offener Blende – entsprechende “Lomo-Fotos” gelingen – nur dass man hier (im Programmmodus) immer auf einen gewissen Zufall angewiesen sein wird. Immerhin wird sie dem Kredo der Lomographie sehr gerecht: nicht nachdenken, einfach abdrücken.
Siehe hierzu evtl. auch: Blendenautomatik und Zeitautomatik
Die Lomo LC-A ist, gemessen an ihrer Ausstattung, die wohl heute preislich teuerste einfache analoge Sucherkamera überhaupt. Oder anders ausgedrückt: Sie ist vom enormen Preisverfall verschont geblieben – besser: wieder gefragt. Wer sich so eine Lomo kaufen möchte, wird sicherlich erst einmal – ob des hohen Preises – staunen müssen. Denn sie genießt mittlerweile einen ungeheuren Kultstatus, was wohl zum einen ihrem speziellem Design, zum anderen natürlich auch ihrer sehr gekonnten Vermarktung geschuldet ist. Dies ist durchaus ein kleines Phänomen: denn wer möchte heute noch mit so einer einfachen analogen Kamera Fotos machen? Scheinbar recht viele Leute.
Erstaunlich ist auch ihre Fertigungszeit: Sie wurde von 1984 bis 2005 in den Lomo-Werken Sankt Petersburg (vormals Leningrad) hergestellt und wird heute in China weiter gefertigt – ein Ende ist dabei sicherlich noch lange nicht abzusehen.
Die LCA basierte übrigens ursprünglich auf der Cosina CX-2 (oder CX-1?). Ob die Cosina nun eine echte LC-A Alternative ist, kann ich nicht sagen. Im schlimmsten Fall ist deren Optik besser bzw. genauer und schärfer. Zur Cosina gab es damals auch noch einen Winder, einen Motor also, den man an die Unterseite der Kamera montieren kann. Dieser wird allerdings nicht wirklich an die Lomo passen. Anschließen lässt sich aber ein neu entwickeltes “Rückteil” für Sofortbildfilm (Fuji Instax – nicht Polaroid). Die originale Rückwand (Deckel) muss hierfür allerdings von der LCA abgeschraubt werden.

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Die LCA besitzt keinen eingebauten Blitz. Ein solcher lässt sich aber recht einfach anschließen – ein Zubehörschuh mit Mittenkontakt zum Aufsetzen ist hier vorhanden. Für diese kleine Kamera langt ein einfacher, kleiner Blitz allemal – z.B. so einer (bei Amazon).Zu beachten ist hierbei, dass die Lomo keine Blitzautomatik besitzt: Man muss die Belichtung mittels der Blende (Schieber an der Seite) von “A” auf eine der Zahlen (Blenden) 2,8 bis 16 stellen. Hierdurch reguliert man die Intensität des eintretenden (Blitz-) Lichtes, damit das Motiv nicht “überblitzt” wird bzw damit es auf dem Foto nicht zur Überbelichtung oder Unterbelichtung kommt: Befindet sich das Motiv sehr nah an der Kamera, so muss ein höherer Wert eingestellt werden, ist es weiter weg, ein geringerer Wert. Ich hatte hierzu aber einen separaten Artikel geschrieben: einen Blitz richtig einsetzen.
Wer übrigens gerne mit Farbfiltern experimentiert, der kann solche (und Folien aller Art) einfach vor das Blitzlicht halten. Hierbei sollte aber, da so ein Filter ja Licht “schluckt”, der jeweilige Blendenwert bei der Lomo LC-A um eine Stufe herunter reguliert werden.
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... Tom über alles, was ihn fotografisch interessiert und mehr als drei Sätze ausmacht. Besonders interessiert ihn das Basteln, selber bauen und modifizieren von alten Kameras. Für ein tägliches Blog fehlt ihm die Zeit - und (zugegeben) auch die Geduld. Diese Seiten werden also nicht jeden Tag aktualisiert.
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S/W-Bilder weich nachbelichten
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Beispiel eines Bildes, welches im Labor zuerst härter belichtet wurde und anschließend eine weiche Nachbelichtung um das Hauptmotiv herum erfuhr.Wer seine S/W-Fotos im eigenen Labor stets in nur einem einzigen Durchgang belichtet, verschenkt oftmals ein großes Potential der analogen Bildbearbeitung, wo doch die Technik des Abwedelns bzw. Nachbelichtens vielen Fotografien erst ihren speziellen Charme verleiht (steckt doch in einem Negativ in der Regel weitaus mehr Potential, als dass dieses mit nur einer einzigen Belichtung in ein Positiv umgewandelt werden kann). Noch einen Schritt weiter geht man, wenn man sich den Vorzug von gradationsvariablem Fotopapier zu Nutze macht, indem man nicht nur einfach nachbelichtet, sondern dafür zusätzlich noch eine andere Gradation verwendet.
Einen 35mm Kleinbildfilm in der Mittelformatkamera benutzen
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Recht beliebt ist das Einsetzen eines normalen Kleinbildfilmes in z.B. die Lomo Diana Kamera - obwohl hier eigentlich ein ganz anderer Film hinein gehört.Gut, ein 35mm Film ist billiger als ein klassischer Rollfilm und zudem noch überall erhältlich. Sollte man nun seine Mittelformatkamera aber auch einmal mit einem solchen Kleinbildfilm füttern? Interessant sehen solche Bilder ja vielleicht aus. Wirklich Sinn wird dieses Prinzip allerdings höchstens innerhalb der Lomography in den entsprechenden Mittelformatkameras Holga, Lubitel und Diana (f) machen.
Kategorie: ⇒ Fotolabor
Das linke Bild wurde normal mit einem Lith-Entwickler entwickelt. Danach wurde es durch Tonen in einem Selen-Toner in seiner Farbe und Schwärzung wieder geändert (rechts).Wem seine mit einem Lithentwickler entwickelten Fotos zu farbig sind, wenn sie also schon wieder zu "knallig" wirken, der sollte es einmal mit einem Selentoner versuchen. Dieser verwandelt beispielsweise ein Orange in ein tiefes Braun (je nach Papiersorte natürlich). Außerdem wirkt sich Selen-Toner positiv auf die Schwärzen aus: diese werden ggf. noch etwas mehr "schwärzer".
Fotografieren mit Redscale Film
Kategorie: ⇒ die Lomographie
Ein Redscale Film durch Umdrehen eines normalen Farbfilms in der Lomo Smena Symbol. Durch eine Überbelichtung verschwindet der enorm rote Farbstich.Man kann jeden Farbfilm umdrehen bzw. entsprechend falsch in die Kamera legen und erhält somit einen sogenannten "Redscalefilm". In der Regel haben die damit gemachten Fotos einen sehr starken Rotstich. Durch Überbelichten lässt sich aber auch noch weitaus mehr aus einem so modifizierten Film herausholen.
und noch'n Gedicht aus der Kategorie Kameras: