einen Maskenrahmen selbst bauen (lassen) Versamask: eine Alternative durch Nachbau

Der Vertrieb bzw. die Produktion der bekannten “Versamask” wurde vor kurzem eingestellt. Es gab zwar früher auch ein ähnliches System, welches von Hama vertrieben wurde, doch dieses bestand lediglich aus Kunststoff und stand keinesfalls für eine solche Präzision, welche beim Arbeiten mit einer Versamask möglich ist. Doch gibt es noch eine weitere, relativ einfache und kostengünstige Möglichkeit, an einen Vergrößerungsrahmen mit gleichem Prinzip zu gelangen.

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Entwurf Vergrößerungsrahmen wie VersamaskKonzeption einer Vergrößerungskassette nach dem Versamask-Prinzip (Quadrat für das Papierformat 18×24)

Die Versamask (Homepage) war gut und kostet entsprechendes Geld, ist dieses Vergrößerungssystem doch ein Garant für genau rechtwinklige Ecken, für eine präzise Ausrichtung des Fotopapiers sowie für eine sichere Planlage von eben diesem. Keinen Ärger mehr hat man mittels einem solchen Prinzip durch verzogene, klapprige Maskenbänder und mit im Dunkeln des Labors schief eingelegtem Fotopapier.
Der Nachteil dabei freilich: Jeder Rahmen ist genau auf ein Papierformat abgestimmt und lässt sich folglich nur mit der jeweiligen Papiergröße verwenden. Arbeitet man mit verschiedenen Papierformaten, so muss man sich für jede Größe einen separaten Rahmen anschaffen. Ferner lässt sich die Breite des weißen Randes nicht mehr bestimmen. Sie ist pro Maske fest vorgegeben.

Wie bereits erwähnt, wurde die Produktion der Versamask eingestellt und es werden nur noch die Lagerbestände verkauft. Ist es nicht mehr möglich, eine entsprechende Maske für das gewünschte Format zu erwerben und möchte man auf einen solchen Vergrößerungsrahmen dennoch nicht verzichten, so bestünde die Möglichkeit,  an ein solches System zu kommen evtl. darin, indem man sich einen ganz ähnlichen Vergrößerungsrahmen von einem kleineren Metallbaubetrieb anfertigen lässt.

Ich habe mir hierzu für jedes Format eine genaue Planzeichnung mittels dem Schreibprogramm Word angefertigt und bin damit zu einem kleinen Betrieb spaziert, welcher z.B. aus Metall individuelle Schriften oder ausgefallene Hausnummern anfertigt. Für zwei Maskenrahmen mit den dazugehörigen “Einsätzen” für den dünnen, schwarzen Rand habe ich zusammen ca. 35€ bezahlt.
Das Grundbrett mit den Stiften, welches die Rahmen bzw. das Papier positioniert, muss man sich natürlich selbst anfertigen, was sich aber wohl kaum als schwierig erweisen dürfte. Ferner wird man die Masken auch noch selbst mattschwarz lackieren müssen.

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Beipiele für eine solche Zeichnung für einen Maskenrahmen als PDF-Dateien zum Download:
18x24 und 18x24 (Quadrat)

Vergrößerungsrahmen wie VersamaskDieser Versamask-Kopie-Maskenrahmen wirkt vielleicht wie ein Lada, während man über einen Mercedes spricht - er ist aber plan, schwer, rechtwinklig und funktioniert schlichtweg. Maske für das Format 18x24 nebst "Deckel".
Rahmen für mehrere FormateMeine beiden Vergrößerungsrahmen für das Papierformat 18x24. Rechts abgebildet ist der Rahmen zum Vergrößern von quadratischen 6x6-Negativen. Zu sehen ist auch jeweils der "Deckel", mit welchem man sehr gut einen dünnen, schwarzen Rand mit einbelichten kann.
Links zu sehen: zwei Fotos meiner Rahmen, welche ich allerdings nicht schwarz lackiert habe. Natürlich ist es wohl eher unwahrscheinlich, dass man hierbei, zumindest was die Sauberkeit des Schnitts anbelangt, von der selben Qualität sprechen kann, mit welcher eine Versamask aufwartet. Angesichts des sehr geringen Anschaffungspreises und da die Produktion der Versamask eben eingestellt wurde, wäre es sicherlich aber einen Versuch wert, sich eine solche Alternative anfertigen zu lassen.

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