ein zarter, schwarzer Rahmen um Fotos Ein dünner, schwarzer Rand bei S/W-Fotografien

Man kann sich darüber streiten: Die einen mögen ihn, die anderen halten ihn für völlig überflüssig. Ich persönlich versehe meine S/W-Abzüge oft mit einem dünnen, schwarzen Rand (zusätzlich zum weißen). Doch wie macht man dies am einfachsten? Ich bediene mich dabei einer völlig simplen Methode.

ein einbelichteter dünner, schwarzer Rand bei einer S/W-Fotografieein Beispiel für einen einbelichteten schwarzen Rahmen bei einer selbstvergrößerten S/W-Fotografie

Da ich meine S/W-Handabzüge nicht rahme (sondern in einem Karton aufbewahre) und diese stets mit einem weißen Rahmen versehe, stört es mich manchmal, wenn sehr helle bzw. fast weiße Bilddetails an den Rändern eben in den weißen Rand “übergehen” (z.B. bei einem sehr hellen Himmel oder bei dem schon fünfzig Mal gesehenen und auch schon selbst fotografierten Bäumchen im Schnee). Die Bildgrenzen verschwinden dabei, das Auge ist irritiert.

Eine klare Abgrenzung vom weißen Rand (mittels eben einem dünnen schwarzen) lässt sich aber relativ einfach realisieren.

Nun ist ja vielleicht bekannt, dass man einfach den Rahmen des Negativs mit einbelichten kann. In der Regel muss dazu die Bildbühne des Vergrößerers ausgefeilt werden, oder man nimmt einfach eine Maske für das nächsthöhere Filmformat. Bei ersterer Methode besteht der Nachteil, dass man stets den gleichen (unregelmäßigen) Rahmen auf jedem Bild hat, bei der zweiten, dass man Probleme mit der Planlage bekommen kann oder, benutzt man Glasträger, eben weitere (staubige) Schichten hat, durch die das Licht gelangen muss.

Beides sollte aber zu verkraften sein. Das wirklich Dumme bei beiden Methoden ist aber: Es lässt sich so kein Ausschnitt des Negatives mehr anfertigen. Es muss jedes mal das gesamte Negativ (inklusive dem störenden Schuh unten rechts) vergrößert werden.

Eine einfache Methode für einen dünnen, schwarzen Rand zusätzlich zum weißen

Wir benötigen dazu unseren Vergrößerungsrahmen (mit dem man auch die weißen Ränder macht bzw. mit dem man das Fotopapier plan hält – ich benutze dazu einen alten, klapprigen Meopta-Rahmen aus Holz), ein Stück Fotokarton sowie eine kleine Taschenlampe.

Nachdem nun das Papier (im Vergrößerungsrahmen) belichtet worden ist, legt man den Karton, welcher ein bisschen kleiner ist als die Vergrößerung, auf das Papier in den Rahmen und hält es somit komplett ab – bis natürlich auf einen winzigen Streifen an der obersten Seite. Nun fährt man mehrmals mit der leuchtenden Taschenlampe darüber und wiederholt dies an den restlichen drei Seiten.

Bei der Taschenlampe sollte es sich wirklich nur um eine sehr kleine handeln. Es empfiehlt sich, die Leuchte vorne abzuschatten, so dass man wirklich nur noch einen punktuellen Lichtstrahl hat. Alternativ dazu kann natürlich auch die Bildbühne ein wenig herausgezogen werden, so dass ein schmaler, diffuser Streifen Licht auf den Rahmen bzw. auch auf den Karton und den Spalt projiziert wird. Wahrscheinlich ist dies sowieso die bessere Methode, ich habe mich nur so an meine Taschenlampe gewöhnt.

Natürlich erzielt man so nicht die Präzision einer Versamask (ein spezieller, hochwertiger aber auch recht teurer Vergrößerungsrahmen). Doch oftmals macht doch gerade das Unperfekte den Reiz an einem waschechten Handabzug aus. Gut, über diesen Satz lässt sich ebenfalls streiten.

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