

Innerhalb eines Gesprächs entwickelte sich kürzlich die Frage, warum denn eigentlich jedes Foto eckig ist, wobei Objektive in der Regel doch stets eine runde Öffnung besitzen. Wie kann das sein?
Die Lösung ist aber ganz einfach. Im Prinzip sollte jedes Foto eigentlich genau die Form der aufnehmenden Optik besitzen. Das Bild wird nur in der Kamera bereits beschnitten – und zwar bedingt durch Filmführung (bei analogen Kameras) und durch die Form des Sensors bzw. des Films. Es ist also das selbe Prinzip wie beim Plätzchen ausstechen: ein Teil des Teiges fällt dann weg.
Dies ist auch gut so, denn wie man bei der oberen Grafik erkennen kann, wird ein Objektiv zu den Rändern hin (mehr oder weniger) zum einen unschärfer, zum anderen dunkler – es kommt zur Vignettierung. Leicht prüfen lässt sich dies z.B. mit einem Karton, bei welchem man vorne z.B. ein Objektiv z.B. für das Kleinbild ansetzt, auf der Rückseite aber eine Mattscheibe, welche weit größer ist als ein Kleinbild-Negativ. Was dann sichtbar wird, ist eine runde Projektion von dessen, was sich vor dem Objektiv befindet (Übrigens: Sie haben soeben eine Kamera gebaut).
Die runde Öffnung des Objektives lässt sich auch bei billigen, einfachen Kameras erahnen - zum Beispiel (gerade auch) bei denen der "Lomographie". Deren Linsen schaffen es in der Regel (ganz bewusst) nicht, das komplette Negativ auszuleuchten. Anhand der Vignettierung lässt sich das Rund des Objektives zumindest schon erahnen. Oder anders ausgedrückt: diese Objektive wären eigentlich nur für ein kleineres Aufnahmemedium (einen kleineren Film) geeignet.dieser Beitrag befindet sich in der Kategorie ⇒ Blog zur Fotografie
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... Tom über alles, was ihn fotografisch interessiert und mehr als drei Sätze ausmacht. Besonders interessiert ihn das Basteln, selber bauen und modifizieren von alten Kameras. Für ein tägliches Blog fehlt ihm die Zeit - und (zugegeben) auch die Geduld. Diese Seiten werden also nicht jeden Tag aktualisiert.
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