Ich habe mich zwar schon einmal mit der Doppelbelichtung in einem anderen Artikel beschäftigt, dort ging es aber mehr um den Trick mit der analogen Kamera. Für diesen Beitrag aber habe ich es sogar geschafft, mit einer Digitalkamera eine echte Doppelbelichtung zu entlocken – wenn auch nur bedingt.
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Bei einer Doppelbelichtung wird ein (Stück) Film zweimal hintereinander belichtet. Es befinden sich dann folglich zwei sich überlagernde Fotos auf dem Film. Möchte man doppelbelichten, ist darauf zu achten, dass man das Einzelbild jeweils mit der doppelten der eigentlichen Verschlusszeit (also kürzer) belichtet oder die Blende jeweils um eine Stufe schließt, um eine Überbelichtung zu vermeiden. Allerdings ist zumindest S/W-Film äußerst “gutmütig” und erlaubt so manche falsche Belichtung, wodurch hier durchaus experimentiert werden darf. Siehe auch: Doppelbelichtungen mit jeder Kleinbildkamera.
Ganz anders verhält es sich bei Doppelbelichtungen mittels einer Digitalkamera: Theoretisch ist auch digital eine klassische Mehrfachbelichtung realisierbar. Doch scheinen die wohl wenigsten DSLR so eine Funktion zu bieten, wenn überhaupt. Es bleibt hier lediglich später zwei oder mehrere Ebenen (bzw. separat fotografierte Bilder) mittels Photoshop oder einem anderen Bildbearbeitungsprogramm übereinander gelegt werden bzw. in deren Transparenz geändert werden. Das Resultat dürfte allerdings einer klassischen Doppelbelichtung höchstens nahe kommen, nicht aber erreichen, da diese Ebenen-Transparenz dann, im Gegensatz zur Schwärzung eines Negatives, absolut linear verläuft und somit dann auch sehr helle Bereiche durchsichtig erscheinen lässt. Oder anders ausgedrückt: Besteht eine Doppelbelichtung auf Film bzw. “analog” unter anderem aus einem Motiv mit z.B. hellem Himmel, bleibt dieser von der weiteren (oder vorherigen) Aufnahme unberührt, da das Negativ hier bereits / nun eine enorme (latente) Schwärzung erfahren hat. Gerade diese nichtlineare bzw. nicht einheitliche Transparenz zeichnet das Interessante an doppelt belichteten Bildern aus. Dies lässt sich natürlich auch mit Geduld mittels dem Radier-Werkzeug in einer Bildbearbeitung realisieren. Das Resultat des schönen, eindrucksvollen und mannigfaltigen “Chaosmomentes” der analogen Fotografie wird hierbei meiner Meinung aber nicht erreicht.

Echte Doppelbelichtung mit einer Digitalkamera: Zumindest mit etwas Aufwand lässt sich auch mit jeder DSLR eine Mehrfachbelichtung machen. Bei dem Bildbeispiel habe ich bei einer Nikon D70 den Verschluss mittels B-Stellung geöffnet und sofort nach der ersten Belichtung bzw. Aufnahme die Hand vor das Objektiv gehalten. Nach grobem Ausrichten auf das zweite Motiv (den Büchern) habe ich die Hand wieder weggenommen und sogleich erneut das Objektiv abgedeckt – fertig ist die echte Doppelbelichtung mit der Digitalkamera. Dies könnte man theoretisch natürlich endlos weiterführen. Ganz schnell erhält man somit aber natürlich eine hoffnungslose Überbelichtung. Zu beachten ist bei dem Beispielbild die helle Lampe, welche vollständig deckt im Gegensatz zu deren Schatten. Bei Doppelbelichtungen mittels Bildbearbeitung aus zwei Einzelbildern würde auch die Lampe transparent sein.

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Eine weitere Doppelbelichtung mit der DSLR. Da man bei dieser "Technik" ständig das Objektiv abdecken muss, eignet sie sich natürlich nur für Einzelbilder kurz hintereinander. Außerdem muss natürlich ein Stativ verwendet werden oder aber man löst einen Blitzt innerhalb einer Langzeitbelichtung mehrmals manuell in einem dunklen Raum bei veränderter Kulisse bzw. bei veränderter Position aus. Im Prinzip ist dies alles aber eher kontraproduktiv und macht auf Dauer keinen Spaß. Für schöne, echte Doppelbelichtungen lässt man daher besser die Digitalkamera zu hause und bedient sich einer klassischen analogen Kamera. Die Fotos sollen daher auch nur als Beispiele dafür dienen, dass auch digital (und zwar theoretisch) Doppelbelichtungen möglich sind.dieser Beitrag befindet sich in der Kategorie ⇒ Blog zur Fotografie
Diesen Artikel verlinken: www.fotografische.de/blog/doppelbelichtung-digital
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Diesen Text als Doppelbelichtug anzukündigen, ist schon ein “hammer”… Ich dachte: Endlich eine Lösung!!!!
Ich brachte schon vor über 25 Jahren über dieses spezielle Thema Beiträge in Fotozeitschriften – und hoffte nun auf eine Lösung…
Der unten angeführte Link zeigt eine PDF-Datei mit 3 Bildern, von denen das untere eine echte Doppelbelichtung ist:
http://www.klaus-ender.de/pdf_dateien/NWZ_12_13.pdf MfG. Klaus Ender
Tom
Danke für den Hinweis und dem Link. Ich habe den Artikel etwas abgeändert, so dass er anfangs nicht mehr so irreführend erscheint.
Meinungen
Kommentare
hier schreibt
... Tom über alles, was ihn fotografisch interessiert und mehr als drei Sätze ausmacht. Besonders interessiert ihn das Basteln, selber bauen und modifizieren von alten Kameras. Für ein tägliches Blog fehlt ihm die Zeit - und (zugegeben) auch die Geduld. Diese Seiten werden also nicht jeden Tag aktualisiert.
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